Blockhauscafé
Blockhauscafé

Was hat die Geschichte von Erdmannsdorf mit dem Blockhauscafé zu tun?

Nach 1150 entstanden mit der Besiedlung des Miriquidi (Dunkelwald des Erzgebirges) Dorf, Burg, Vorwerk und Kirche. Die Burg dürfte auf jenen Werner zurückgehen, der vor 1162 die Feste "Nidperc" bei Zöblitz erbaut hatte. 1196 tritt "Werner von Erdmannsdorff", wahrscheinlich der Sohn des Vorgenannten, als Zeuge in einer Urkunde in Naumburg auf. Die niedere Gerichtsbarkeit oblag dem jeweiligen adligen Gericht auf der Burg (später Rittergut, zuletzt Schloss), und endete 1844 mit der Abgabe an das Amt Schellenberg.

 

Bei allen Umbauten der Burg zu Rittergut und Schloss blieb der älteste Burgteil, das "Steinhaus" auf dem Bergsporn erhalten. Als langzeitige Besitzer sind die Familien v. Erdmannsdorf, v. Schütz und v. Könneritz zu nennen.  Unter Hans Heinrich v. Könneritz begann 1843 der Umbau zum Schloss in heutiger Gestalt. Wegen der 1822 neu errichteten Wirtschaftsgebäude, konnten 1829 die alten auf dem Burggelände abgebrochen werden. 

 

Als Hans Heinrich im Jahre 1924 stirbt, übernimmt das Gut zunächst sein Bruder Ferdinand Richard v. Könneritz, der damit aber aufgrund von Erb-Auseinandersetzungen und der hohem Erbschaftssteuern in finanzielle Schwierigkeiten gerät, sodass zunächst das Schloss (1932) und später auch der landwirtschaftliche Betrieb (1936) versteigert werden mussten.

 

Hier verbindet sich die Dorfgeschichte mit dem Blockhauscafé: Der Großvater von Uwe Müller, Alfred Dippmann erwarb 1936 den landwirtschaftlichen Betrieb "Rittergut Erdmannsdorf" und wirtschaftete dort bis zu seiner Enteignung durch die sowjetische Militäradministration im September 1945. Uwe's Mutter war gerade in Erdmannsdorf eingeschult worden, als die Familie fliehen musste. Der Landbesitz des ehemaligen Rittergutes und seine Gebäude wurden auf neun Neubauernstellen aufgeteilt und erlebten eine wechselhafte Geschichte.

 

Im Jahr 2011 (66 Jahre nach der Enteignung) gab es erneut eine Versteigerung, diesmal war der stehen gebliebene Teil der ehemaligen Scheune des Rittergutes betroffen. Mit dem Wunsch, das Gebäude zu erhalten, erwarb Uwe Müller einen Teil des alten Familienbesitzes zurück. Mit fortschreitender Planung machte sich der Abriss des Gebäudes notwendig und 2013 konnte der Bau des blockhauscafés auf den Grundmauern des alten Gebäudes beginnen ...

 

Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Psalm 118.23

 

 

Hier finden Sie uns